Die sind so und die sind so. Schüler, Frauen, Russen, Queere, Motorradfahrerinnen, Linke, Landeier, Jugendliche, Klimaaktivistinnen, Wölfe… innerhalb der Kategorie alles in einen Topf. Deckel zu. So ist die Welt aber nicht.
Nun ja. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Aber wenn Geschmack die nackte Angst vor a) Fremden, b) Insekten, c) Gartenpflege kaschiert… also ich weiß nicht. Die Natur hat jedenfalls eine phantasievollere Sprache.
Jung gegen Alt; Liberal gegen Konservativ; LGBTQ gegen Bürgerlich… Glaubt irgendwer ernsthaft, dass Sturheit, Hetze und Hass die Gesellschaft auch nur einen Schritt weiterbringen? Wo ist eigentlich unsere Fähigkeit zum Zuhören geblieben? Sind wir inzwischen durch und durch toleranzig?
Wir sammeln unfassbar viel Bettel an, von dem wir glauben, wir brauchen ihn. Und denken auch noch, wir hätten Anspruch darauf. Verdient hätte jedes Geschöpf…ein gutes Leben. Wir alle wissen, wie befreiend es sein kann, sich von Dingen zu trennen. Erst recht an der Ahr, wo wir es unfreiwillig mussten.
Ja. Aber…, eine unserer Lieblings-Satzanfänge. Überhaupt nichts gegen Kritik, Differenziertheit, Heterogenität und verschiedene Blickwinkel. Ich habe nur manchmal das Gefühl, dass die stetigen Bedenken dazu dienen, unsere Bequemlichkeit zu sichern. Veränderungen sind nicht nur normal, sondern auch zwingend notwendig. Wenn eine Regierung nur dazu dient, uns die Nebenwirkungen unseres eigenen Handelns vom Leib zu halten (#berndulrich), dann gute Nacht!
Was du sagst, ist gesagt, was du tust, ist getan… Alles hängt mit allem zusammen. Und nach uns folgen andere. Und auch sie folgen Ideen und Regeln.
Eine Meinung ist schnell gebildet. Aber sind wir auch gebildet genug, um diese Meinung mit Überzeugung zu vertreten? Oder folgen wir oft zu schnell anderen Meinungen, ohne die Folgen zu bedenken? Sturheit und Änderungsverweigerung verhindern den Fluss der Dinge.
Die Welt ist komplex geworden. Einfache Antworten sind selten sinnvoll. Nur eine Antwort bleibt wahr und simpel: Alles ist geeint in der Liebe. Aber auch das ist vielleicht…nur meine Meinung!
Die Tatsache, dass manche von uns glauben, sie hätten ihren übertriebenen Wohlstand verdient, weil sie hart gearbeitet haben, lässt mich immer mit der Frage zurück, ob auch Menschen, die kilometerweit ihr Trinkwasser abholen und schleppen müssen, das auch verdienen?
Der Weg ist das Ziel? Beim Fake ist wohl eher das Ziel das Ziel. Der Weg ist krass, kreativ, kriminell, krumm, kriegerisch oder krude. Ich frage mich immer wieder, was in den Köpfen von Menschen vorgeht, die bewusst Lügen verbreiten? Die Motive können ja unterschiedlich sein: Spaß, Manipulation, Spieltrieb, Machtgier… aber glauben die wirklich, langfristig damit durchzukommen? Das wäre neu.
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