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EGALERIE

Egal, was mich nicht interessiert
nehm ich mit Ignoranz
was immer in der Welt passiert
voller Irrelevanz
ob hü, ob hott, ganz einerlei
wo ist da der Betreff?
der Weg führt gleich am Arsch vorbei
ich bin ja nicht der Chef

Wenn überhaupt, fakultativ
doch lieber aus dem Weg
Wenn’s eng wird bleibe ich passiv
behalt mein Privileg
Misch mich nicht ein, bin nicht verrückt
und Wahlen lass ich aus
was lästig ist wird weggedrückt
ich halt mich lieber raus

Doch anonym, da reg ich mich
unfassbar heftig auf
’ne andre Meinung geht gar nicht
ich hau so richtig drauf
mit Hass und Hetze, hemmungslos
beim grellen Netz-Gewitter
da werd’ ich schrill und zügellos
im Shitstorm-Wut-Getwitter

Die Sau ist raus, der Drops gelutscht
am andren Ende brennts
das geht mich aber nichts mehr an
kein Bock auf Konsequenz
Die Empathie ist längst verschlissen
garniert mit Apathie
am besten kann ich mich verpissen
in die Egalerie

mitreden

Wie schnell manche Urteile fallen, bevor ein solides Faktenfundament da ist. Aber Hauptsache, der Senf ist beigetragen. Und nach der Sau ist vor der Sau, die durch das Dorf getrieben wird.

ErstEr?

Ich staune manchmal, wie viele meiner Geschlechtsgenossen auch heute noch glauben, Frauen seien weniger wert, dümmer oder unfähiger als Männer. Auch in unseren Breiten sind wir noch weit entfernt von echter Gleichstellung. 
Aber wie manche Regierungen mit Frauenrechten umgehen, ist trotz kulturell-unterschiedlicher Prägung nicht nachvollziehbar. Bildung von Frauen und Mädchen zu verbieten ist ein Verbrechen. Egal ob man ernsthaft an einen Gott glaubt, der so etwas wirklich gut heißen würde.

Mikrowellness

Schaut man heute die Nachrichten, kann man schonmal die Moppen kriegen. Am besten, man lässt es ab und zu. Verändern können wir, was in unserer Macht steht. Aber das ist oft mehr als wir glauben.
Gönnen wir uns hier und da mal eine Mikrowellness. Aber nicht nachmachen. Jedenfalls nicht bei geschlossener Tür 😉

ZEIT

Zeit entsteht, indem wir Vergangenheit und Zukunft verbinden. Das passiert immer in der Gegenwart. Wenn wir jeden Tag wie ein kleines neues Leben betrachten, können wir vielleicht den alten Ballast leichter hinter uns lassen und bleiben offen für das was kommt und den Umgang damit. Schließlich gestalten wir alle mit!

Unser Stall

Unsere Kugel. Unsere Heimat. Unser Spot. Ein Licht im Dunkeln, ein Geschenk! 
In diesem Stall werden wir geboren, hier sterben wir. Dazwischen leben und lieben wir, wir streiten und kämpfen, spielen und lernen, arbeiten und feiern, verzweifeln und vertrauen… 
Die Erde versorgt, unterhält und bedient uns. Und wie gehen wir mit ihr um? 
Höchste Zeit für Herz- statt Kopfgeburten. 
Hoffnungsvolle Weihnachten!

Auf Eis

Es ist Winter. Und es gibt endlich auch mal wieder Schnee und Eis. Wie schön, solange man es warm hat.
Aber unsere Einheit scheint eingefroren. Vielleicht gelingt es uns, das Eis aufzubrechen, wenn wir feststellen, wie alles miteinander verbunden ist und demnach auch alles auf uns selbst zurückfällt.

Bewusst Selbst

Selbstbewusst bedeutet in unserer Wahrnehmung so etwas wie stolz, forsch, durchsetzungsstark, dominant… 

Die Bewusstheit über das eigene Ich ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal unserer Spezies, doch nach allem, was wir wissen in der Tierwelt nicht wesentlich verbreitet, aber wer weiß? 

„Sei du selbst“, heißt es; oder „Verwirkliche dich selbst!“. Dabei sind wir doch schon wirklich, oder nicht? Also wirklich!

Was wir tun können, ist in uns hineinhorchen, was genau uns ausmacht. Das System, in dem wir eingebunden sind, verleitet uns gerne dazu, darüber hinwegzugehen. Gesund ist das wahrscheinlich nicht. Folge deiner Berufung. Du bist es wert.

Ich bin jedenfalls lieber bewusst selbst als selbstbewusst.

SINNVOLL

Voll ist sie, unsere besinnliche Zeit. Angefüllt mit Impulsen, Erwartungsdruck, Hektik und Überfuss. Schade eigentlich. Es ist die Zeit, in der wir eigentlich runterfahren sollten. Advent heißt Ankunft. 
Vielleicht denken wir mal nicht nur an uns, sondern z.B. an die tapferen Menschen, die im Dunkeln frieren und sich trotz der Gewalt nicht einschüchtern lassen. Sie brauchen unsere Unterstützung, nicht nur Solidarität. Wie herzlos kann ein Machthaber sein, da immer noch weiter drauf zu bomben?

In den Sand gesetzt

Man kann davon halten, was man will. Von mir aus auch mitfiebern (ziemlich leicht bei den Temperaturen). Es geht auch nicht um die Region. Warum nicht eine WM in Katar? 


Aber der Wüstensand kann den ganzen Wahnsinn nicht bedecken. Fußball; war das mal ein Spiel? Bitterer Ernst wird aus Dingen, die wir kaputt lieben. 


Irgendwie immer dasselbe: Am Anfang steht der Spaß, dann kommt der Erfolg, anschließend der Kommerz und am Schluss bleibt nur noch die Perversion. 


Wir brauchen Haltung! Großen Respekt für euren Mut, iranische Nationalmannschaft! Und Dank an euch Jungs, dass ihr wenigstens die ‚Hand vor den Mund‘-Geste gezeigt habt!
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